CSD Nürnberg: Bunt und politisch

Veröffentlicht am 7. August 2026
Zuletzt aktualisiert am: 7. August 2026

Warum und wofür gehen Menschen beim Christopher Street Day auf die Straße und was fordert die Community von der Politik? Lea Maria Kiehlmeier hat bei den Ämtern und Organisator:innen nachgefragt.

Vieles ist erreicht: Seit 2017 können gleichgeschlechtliche Paare heiraten, seit letztem Jahr gibt es ein Selbstbestimmungsgesetz. Warum also noch demonstrieren? Für die Veranstalter:innen des CSD Nürnberg ist die Antwort klar: Was heute Alltag ist, war vor 57 Jahren, nach den Stonewall-Aufständen, hart erkämpftes Recht und ist deshalb nie einfach nur Party, sondern politische Kundgebung. „Alles, was bei uns auf der Bühne oder während den Pride Weeks besteht, ist politisch“, sagt René Scheuermann vom Förderverein CSD Nürnberg. Auch das diesjährige Motto steht dafür: „Nürnberg liebt“ ist eine Hommage an Rosa von Praunheim, der im Dezember starb und dessen letzte Ausstellung 2023 in Nürnberg zu sehen war. „Wir wollen einfach nur ganz normal, wie alle anderen auch, lieben und leben dürfen“, sagt Bastian Brauwer, politischer Sprecher des CSD.

Das fordert der CSD Nürnberg

Was fordert der CSD also konkret und wer ist überhaupt zuständig? Drei zentrale Forderungen richten sich an drei verschiedene Ebenen. Der Bund soll eine Änderung von Artikel 3 Grundgesetz umsetzen, damit sexuelle und geschlechtliche Identität ausdrücklich vor Diskriminierung geschützt sind. Das ist wichtig, weil das Grundgesetz in seiner bisherigen Form über 40 Jahre lang die Strafbarkeit homosexueller Handlungen mitgetragen hat. Zuständig ist

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