Corona: Ihr fragt, Nürnbergs Lungen-Chefarzt gibt Antworten

Veröffentlicht am 10. März 2022
Zuletzt aktualisiert am: 30. Juli 2026

Die Corona-Pandemie hält an, die Verwirrung auch. Während immer mehr Lockerungen greifen, fragen sich viele: Wie gefährlich ist Omikron? Was im Alltag ist okay, was gefährlich? Worauf nun noch achten? Wir haben Eure Fragen gesammelt und Prof. Dr. Joachim Ficker für Euch antworten lassen. Er ist der Chefarzt der Lungenklinik am Nürnberger Klinikum und damit auch bestens informiert über die Situation auf der Corona-Station.

Situation im Krankenhaus

Welche Art von Patient:innen liegt denn gerade (Stand: 19. Februar 2022) auf der Intensivstation?

Prof. Dr. Joachim Ficker: Es sind in erster Linie Menschen, die eine Störung des Immunsystems haben und bei denen dann zum Beispiel auch die Impfung nicht gut wirken konnte. Klassisches Beispiel sind hierfür Patienten mit Dialyse oder auch Knochenmarks- oder Krebserkrankungen. Es liegen dort manchmal aber auch junge Leute, zum Beispiel 40-Jährige, die sonst keine Vorerkrankungen haben, die keine erkennbaren Risikofaktoren haben – und diese jungen Patienten  können auch sterben, wenn sie Pech haben, auch mit der Omikron-Variante. Es ist immer auch ein Grundrisiko da, Pech zu haben und einen schweren Krankheitsverlauf zu haben. Ein wenig wie beim Lottospielen. Das Risiko ist nie Null.

Bei Ihrem Besuch im Presseclub im Februar 2021, berichteten Sie von vorrangig übergewichtigen Leuten auf der Intensivstation. Wie stark trifft die Omikron-Variante gerade auch diese Menschen?

Prof. Dr. Joachim Ficker: Es ist weiterhin das gleiche Portfolio an Risikofaktoren wie vorher auch. Da sind ganz vorne: Alter, Übergewicht und dann kommen die verschiedenen Begleiterkrankungen dazu. Es ist tatsächlich so, dass inzwischen auf der Intensivstation nur wenige COVID19-Patienten liegen, die tatsächlich eine schwere Lungenvorerkrankung

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  • Alexandra Haderlein
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