Nürnberg braucht dringend mehr Wohnungen und eigentlich wären genügend Flächen vorhanden. Trotzdem wird seit Jahren deutlich weniger gebaut als benötigt. Der Bau-Turbo soll nun eine der Bremsen lösen. Verena Apreck hat geprüft, was dadurch in Nürnberg tatsächlich schneller gehen kann und wo selbst der Turbo nicht hilft.
Nürnberg benötigt bis 2033 rund 14.700 zusätzliche Wohnungen. Gleichzeitig wäre Baufläche für rund 25.700 Wohnungen verfügbar. Doch warum wurden in der Vergangenheit jährlich nur zwischen 1.000 und 1.500 Wohnungen fertiggestellt?
Hohe Hürden vor dem Baustart
Die Gründe sind vielfältig. Neben gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten sowie der Zinswende, aufgrund derer Investor:innen Projekte verschieben oder aufgeben, verzögert vor allem der Genehmigungsprozess den Wohnungsbau. Denn wer in der Vergangenheit aus einem älteren Bürogebäude Wohnungen errichten wollte, stieß bei Umbauten, Nachverdichtungen und Umnutzungen bislang auf folgende Hürden: Anforderungen an Brand-, Schall- und Wärmeschutz, Prüfungen durch Fachbehörden wie dem Denkmalschutz, hohe Antragszahlen und personelle Engpässe. Im geförderten Wohnungsbau kamen zusätzliche Kontrollen zu Fördervoraussetzungen und Wirtschaftlichkeit hinzu.
Was ändert sich durch den Bau-Turbo?
Der Bau-Turbo soll es Kommunen ermöglichen, Wohnprojekte unter bestimmten Voraussetzungen schneller zu genehmigen. Kürzere Planungszeiten, weniger Einzelfallprüfungen sowie eine flexiblere Nutzung von Flächen, Abstandsflächen und Brandschutzvorgaben können zusätzlichen Wohnraum schaffen, etwa durch Umnutzungen, Nachverdichtungen und Aufstockungen. Gleichzeitig
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