Autos, Autos, Autos: Auf Nürnbergs Einfallstraßen steht der Verkehr oft still, vor allem, wenn Baustellen alles zusätzlich ausbremsen. Genau hier setzt die Stadt an: Mit digitalem Baustellenmanagement sollen Bauvorhaben künftig besser abgestimmt und Staus spürbar reduziert werden. Relevanzreporter Julian Hörndlein zeigt, wie realistisch der Ansatz ist und warum andere Städte bereits weiter sind.
Der 9. Dezember 2025 war ein Tag, an dem viele Nürnbergerinnen und Nürnberger aufgeatmet haben dürften. Kurz vor Weihnachten stellte der Servicebetrieb Öffentlicher Raum den Bauabschnitt Rathenauplatz im Infrastrukturprojekt „Ausbau Bayreuther Straße“ fertig, einige Tage später nahm auch die Straßenbahnlinie 8 wieder ihren Betrieb auf. Dennoch handelt es sich nur um ein Teilstück der Bauarbeiten, die 2026 bereits ins dritte Jahr gehen. Betroffen sind in diesem Fall vor allem Autofahrer und Nutzer des ÖPNV.
12.000 Baumaßnahmen pro Jahr
Eine der 12.000 Nürnberger Baustellen pro Jahr: Die Einmündung vom Berliner Platz in die Äußere Bayreuther Straße. Foto: Julian Hörndlein
Der Servicebetrieb Öffentlicher Raum (SÖR), zuständig für die Baustellen im Stadtgebiet, führt bis zu 12.000 Einzelmaßnahmen pro Jahr durch, von denen sich allein rund 3.000 auf den Hauptverkehrsachten befinden. Werden die Maßnahmen nicht bereits im Vorfeld gut aufeinander abgestimmt, dass kann es zu deutlichen Problemen im Verkehrsfluss kommen. Um genau das in Zukunft zu vermeiden, testet SÖR derzeit die Möglichkeiten des „digitalen Baustellenmanagements“ in einem Pilotprojekt mit der Firma Transcality.
„Straßenbau, Leitungsarbeiten und andere Maßnahmen greifen häufig ineinander. Wenn diese Abläufe besser koordiniert werden, lassen sich unnötige
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19. Dezember 2025
4 Min.
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