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Strom aus dem Asphalt: So lädt die Autobahn E-Fahrzeuge

Veröffentlicht am 14. November 2025
Zuletzt aktualisiert am: 18. November 2025

Ein Kilometer Autobahn, der alles verändern könnte: Auf der A6 bei Nürnberg laden E-Autos Strom direkt aus dem Asphalt – ganz ohne Kabel. Was wie Science-Fiction klingt, wird in der Metropolregion Nürnberg Realität: Das Forschungsprojekt EMpower zeigt, wie Reichweitenangst bald Geschichte sein könnte und wie die Region zur Vorreiterin der Mobilität von morgen wird. Heinz Wraneschitz ist mitgefahren und erklärt die Technologie dahinter.

Wenn Elektro-Laster fünfmal so weit fahren könnten, wie deren Batterien heute eigentlich möglich machen: Gäbe es dann überhaupt noch einen Grund, Lkw mit Dieselmotoren auf die Straße zu lassen? Auf einem 1 km langen Abschnitt der Autobahn A6 zwischen Nürnberg und Amberg wurde getestet: Ist es mittels Spulen unter der Fahrbahndecke möglich, darüber fahrende E-Fahrzeuge ohne Stecker und Kabel zu laden? Auch ein fünfachsiger Truck ist neben einem Pkw und einem Kleintransporter war bei diesen Testläufen des Projekts EMpower dabei. Ergebnis: Eindeutig ja.

E-Lkw überholt E-Transporter auf der Autobahn. Foto: Heinz Wraneschitz

So lädt der E-Lastwagen und weitere Fahrzeuge: Ein voll beladener E-Lkw verbraucht während der Fahrt durchschnittlich 100 Kilowattstunden (kWh) Strom pro 100 km. Das entspricht 1 kWh pro km. Bei den Versuchsfahrten in der Oberpfalz holt sich das Laster-Batteriesystem 80 kW Leistung aus der Straße, also über den gesamten Test-Kilometer 0,8 kWh. Was bedeutet: nur ein Fünftel des auf dieser Strecke verbrauchten Stroms wird der Batterie entnommen. Oder im Gegenzug: die Reichweite wird verfünffacht. Zumindest auf diesem Versuch-Kilometer.
Bei Pkw und Transportern schaut die Rechnung noch viel besser aus: Ein E-Auto verbraucht auf gerader Strecke normalerweise weniger als 20 kWh/100 km. Und 20 kW kann das Testfahrzeug auf der A6 aus der Straße

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