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Nie wieder unbezahlte Überstunden? Was Du bei der Arbeitszeiterfassung beachten musst

Von: Stefanie Unbehauen

Lesezeit: 7 Minuten

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Das Hochfahren des Computers gilt als Arbeitszeit, der Plausch mit Kolleg:innen auch, die Zigarettenpause jedoch nicht. Die exakte Erfassung der Arbeitszeit kann verwirrend sein, ist aber nun gesetzlich vorgeschrieben. Wie Du Deine geleistete Arbeit korrekt festhältst und warum die Arbeitszeiterfassung die Arbeitsqualität verbessern kann, berichtet Dir unsere Reporterin Stefanie Unbehauen.

Mit einem Urteil von Mai 2019 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) Arbeitgeber dazu verpflichtet, die Arbeitszeiten ihrer Beschäftigten exakt zu erfassen. Das Urteil sollte ein Schritt in Richtung verbesserter Arbeitsschutz sein und unbezahlte Überstunden damit der Vergangenheit angehören. Doch viele Unternehmen haben das Gesetz nicht umgesetzt.

Das sollte sich mit Beginn des Jahres 2023 ändern. Denn im September 2022 hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) beschlossen, dass Arbeitgeber in ganz Deutschland gesetzlich dazu verpflichtet sind, die Arbeitszeiten ihrer Arbeitnehmer zu erfassen. Das wurde dieses Jahr noch einmal durch das SPD-geführte Bundesarbeitsministerium bestätigt. Dieses hat im April 2023 einen Referentenentwurf vorgelegt, nach dem zukünftig alle Arbeitnehmer:innen ihre Arbeitszeit digital ermitteln sollen. Doch wie sieht das in der konkreten Umsetzung aus? Was zählt als Pause und was fällt unter Arbeitszeit? Wir haben die wichtigsten Punkte für Dich übersichtlich zusammengefasst.

Gehören mit dem neuen Gesetz zur Arbeitszeiterfassung Überstunden bald der Vergangenheit an? Foto: Simon Malik

Geschichte der Arbeitszeiterfassung

Um die Gesetzeslage rund um die Arbeitszeiterfassung besser zu verstehen, gehen wir zurück ins Jahr 1994. Damals wurde das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) erlassen, welches einerseits Beschäftigte vor...

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