NÜRNBERG-ALTSTADT – Als der Stadtrat vor den Sommerferien über den Vorschlag der Piraten/ Humanisten beratschlagte, ob Sitzungen künftig live übertragen werden sollten, kam von der Verwaltung eine überraschende Antwort: Aufgrund der Kosten und Technik sei es aktuell nicht möglich. Jedoch denkbar, wenn man den Sitzungssaal ohnehin sanieren werde. Mehrere Stadträtinnen und Stadträte erfuhren von diesem Vorhaben erstmals in dem Antwortschreiben. Wir haben deshalb beim Leiter des Bürgermeisteramtes, Tobias Schmidt (CSU), nachgefragt: Bekommen die Stadträte einen neuen Sitzungssaal – und warum?
Tobias Schmidt, der in seiner Funktion einer der obersten Vertreter der Nürnberger Stadtverwaltung ist, macht früh klar, worum es nicht geht:…
NÜRNBERG-ALTSTADT – Als der Stadtrat vor den Sommerferien über den Vorschlag der Piraten/ Humanisten beratschlagte, ob Sitzungen künftig live übertragen werden sollten, kam von der Verwaltung eine überraschende Antwort: Aufgrund der Kosten und Technik sei es aktuell nicht möglich. Jedoch denkbar, wenn man den Sitzungssaal ohnehin sanieren werde. Mehrere Stadträtinnen und Stadträte erfuhren von diesem Vorhaben erstmals in dem Antwortschreiben. Wir haben deshalb beim Leiter des Bürgermeisteramtes, Tobias Schmidt (CSU), nachgefragt: Bekommen die Stadträte einen neuen Sitzungssaal – und warum?
Tobias Schmidt, der in seiner Funktion einer der obersten Vertreter der Nürnberger Stadtverwaltung ist, macht früh klar, worum es nicht geht: um Prunk. Der Stadtrat sei kein Ehrenclub, sondern das höchste Gremium der Stadt – vergleichbar mit einem Aufsichtsrat, besetzt mit gewählten Vertreter:innen der Bürgerschaft.
Nach 25 Jahren „am Ende der Lebensdauer“
Rund 130 bis 140 Gremiensitzungen finden hier jährlich statt, von Stadtrat und Ausschüssen. Stenografie gibt es keine, dafür Audioarchivierung – die funktionierende Technik voraussetzt. Genau da hakt es: Kabel und Komponenten seien „am Ende ihrer Lebensdauer angekommen“, Ersatzteile fehlten teils ganz. Zuletzt wurde der Saal vor
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