Im Februar 2025 suchten rund 22.000 Menschen in Nürnberg Arbeit. Ein Drittel davon ist 50 Jahre oder älter. Für Menschen, die sich kurz vor der Rente beruflich neu orientieren möchten, ist eine Rückkehr in den Arbeitsmarkt oft gar nicht so einfach. Denn neben langwierigen Bewerbungsprozessen winkt oft auch der bürokratische Aufwand mit den Behörden. Bei all den Problemen gibt es aber auch Lösungen, wie unser Reporter Julian Hörndlein recherchiert hat.
Mihail Zaharie hat viele Unternehmen von innen gesehen. Im August 1991 kam der gebürtige Rumäne nach Deutschland, arbeitete bei einer Vielzahl an Unternehmen als Ingenieur. Unter anderem, so sagt er, zieren große Namen wie Siemens, Continental oder MAN seinen Lebenslauf, Zaharie gab sein Wissen als Entwickler auf Projektbasis weiter. Seit der Corona-Pandemie ist damit Schluss: Bis auf einen kurzen Zeitraum im Jahr 2021 ist Zaharie arbeitslos. „Ich habe mehr als 200 Bewerbungen in den letzten zwei Jahren geschrieben“, erzählt der Nürnberger bei der Offenen Redaktionskonferenz der Relevanzreporter in der AWOthek, in der wir zusammen mit 20 Interessierten über das Thema gesprochen haben. Die dort aufgeworfene Frage war vor allem: Was können Nürnbergerinnen und Nürnberger im fortgeschrittenen Alter gegen die Arbeitslosigkeit tun?
Deutschland wird älter – seine Arbeitnehmenden auch
Der Entwicklungsingenieur Mihail Zaharie sucht nach einer Arbeit. Foto: Julian Hörndlein
Die Geschichte von Mihail Zaharie ist gar nicht untypisch. Ein Blick auf die Bevölkerungspyramide zeigt, dass der große „Bauch“ immer weiter nach oben wandert. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat errechnet, dass bis 2036 fast 20 Millionen Erwerbstätige das Rentenalter erreichen. Da ist es bereits statistisch nachvollziehbar, dass auch die Zahl an Arbeitslosen
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27. Juli 2026
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Kommunalpolitik & Rathaus, Stadtleben & Gesellschaft
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